Tom Müller

Ich schmiede keine Pläne. Ich glühe.

Gabriele D'Annunzio

Tom Müller_001.jpg

PREMIERE

09\2019

Premierenfeier in Berlin

Ausverkauftes Haus, 120 Gäste, zweistunden Signieren - Für mich war dieSe Premiere Wie eine Hochzeit mit Roman.

Ich danke SIMON STRAUSS für seine Moderation und seinen wunderbaren Worte zu meinem Roman, hier ein Auszug:

Dieses Buch ist wie ein Zug, der losfährt und nicht mehr anhalten will. Er nimmt einen mit von Anfang bis zum (vorläufigen) Ende. Das Feuer, das dieses Buch legt, fängt sofort an zu glühen. Braucht keine Anzünder, kein Pusten, kein Wedeln. Beim Lesen fühlt man sich so wie der Adler auf D'Annunzios Schulter - die Bestimmtheit und Stärke, die in der Stimme des Erzählers liegt, überträgt sich fast körperlich. […] Es gibt viel harten, aber nicht einen einzigen hartherzigen Ausdruck in diesem Buch, sehr viel genaue, dichte Vergegenwärtigung der Verwahrlosung, der inneren, mehr noch als der äußeren. Aber kein säuselndes Wort. Auch kein billiges Mitleid. Nur hier und da ein kurzes Zeichen des Abschiednehmens - „Ich dachte, ich hätte sie gefunden. Ich habe mich geirrt“. […]

Das ist nicht einfach gute Erzähltechnik, sondern richtiger Fahrtwind. Die Kraft des Zuges eben, die einem die Seiten umschlägt. Es gibt Stellen in diesem Buch, da streckt man den Rücken durch und setzt sich aufrecht. Stellen, wo man hineingerissen wird in eine flirrende Traumwelt aus Ost und Süd, Sex und Körper, Hoffnung und Einsamkeit. Und es gibt eine unglaubliche Überblendungs-Szene kurz vor Schluss, die in der Gegenwartsliteratur seines gleichen sucht und so schnell nicht finden wird. […]

Das ist ein Buch, das man zum Freund haben will.

Nominierung

09\2019

“Die Jüngsten Tage” auf der Shortlist für den ZDF-Aspekte Debütpreis

Mehr wissen wollen »

REZENSION

08\2019

Was wenn nicht alles verkehrt ist, sondern nur du?

“GRoßes Debüt” - RICHARD KÄMMERLINGS IN DER LITERARISCHEN WELT

fb kaemmerlings.jpg

Russisches Roulette zwischen Plattenbauten: Tom Müller erzählt von zwei Ostberliner Freunden aus der Wendezeit, die von der absoluten Freiheit träumten und den Verrat an ihren Idealen nicht verkraften können.

Mehr wissen wollen »

Erschienen

08\2019

Die jüngsten Tage

Roman

 

Jonathan Buck steht am Bahnsteig nach Berlin, er wartet auf den Zug. Die Mutter seines Jugendfreundes Strippe will ihn dringend sprechen, und es gibt keine Ausflucht mehr. Denn Strippe ist tot, und seine Mutter will von Jonathan hören, was war und was jetzt werden soll. Das Einzige, was Jonathan will, ist neben Elena im Bett liegen, d'Annunzio lesen, rauchen. Kalte Tomatensuppe löffeln, sich an früher erinnern, an die Berliner Nachwende-Jugend, als alles möglich schien. An Strippes Seite. – Vor dreißig Jahren, im Vakuum der Wendejahre, haben sie Sinnlichkeit gesucht und neue Idole. Sie wollten Helden sein im Aufstand der Gefühle. Strippes Tod zwingt Jonathan Gericht zu halten, über sich, die Zeit und seine Träume.

Mehr wissen wollen »

Erschienen

08\2019

Die jüngsten Tage

Hörbuch

 

Ich ging einen Schritt auf sie zu, wollte sie umarmen. Sie wehrte mich ab, hob den Zeigefinger. Ich hörte nicht hin, nur auf ihre Stimme, die warm klang und rau wie ihre Kaffeemühle, und ich nickte zu allem und sah uns einander mit Quallen bewerfen, nass und sandverklebt, quiekend und grunzend wie junge Affen auf Zucker.

DEMONSTRATION

05\2019

Die erste Berliner Read Parade

für mehr Literatur im Gesellschaftlichen Raum

59950013_10157007853003445_4348990618714767360_n.jpg

Wie wichtig die Literatur ist, merkt man ja immer erst, wenn man in Not gerät. Wenn man festsitzt, in einer Jahresbilanzkonferenz, auf einer einsamen Insel oder im Stau auf der A2 und man keine Chance hat zu fliehen, nichtmal in Gedanken, weil man keine Worte weiß, die einem aus der Haut helfen.

Deshalb sind wir hier. Um der Literatur seinen Platz zu erstreiten. Und um zu lesen und lesen zu lassen. 

Mehr dazu »

DEBATTE

04\2019

What is Future, Amsterdam?

Arbeit an Europa e. V.

For the 7th time Arbeit an Europa initiated a workshop on a central concept of European thought across borders. In Amsterdam eight people developed what FUTURE could be: Kiza Magendane, Tamar de Waal, Simon Strauß, Anne-Marjin Epker, Tom Müller, Laurens Dassen, Katie Digan, Bastian Rijpkema.

Mehr zu Arbeit an Europa »

Neue Stelle

01\2019

Verlagsleiter bei Tropen

Tropen Verlag / Imprint von Klett-Cotta

Und Tom Kraushaar (Verleger von Klett-Cotta) sagt dazu nur Pompöses: »Tom Müller ist einer der begabtesten Programmmacher seiner Generation, und wir freuen uns besonders auf die Zusammenarbeit, weil er seine ersten Schritte in der Buchbranche bei uns gemacht hat und wir uns seitdem gut kennen und schätzen.« Und tatsächlich habe ich einst als Praktikant begonnen.

Mehr dazu »

Reportage

08\2018

Der erste Mensch im Überall

Frankfurter Allgemeine Zeitung

D’Annunzios Flugblätter über Wien, 19. August 1918

 

Vor 100 Jahren wurde Gabriele D’Annunzio mit einer Luftnummer der berühmteste Italiener seiner Zeit. Dann verkroch er sich. Wie sieht es heute in seinem Refugium aus?

Jetzt Lesen »

Essay

01\2018

Das Halbstarke Jahrtausend. Warum gute Literatur immer politisch ist

taz

Es ist das Jahr 2018. Die nuller Jahre sind jetzt volljährig. Aber längst nicht erwachsen. Eine Gesellschaft, die im jungen Jahrtausend erst mit dem Internet und dann mit Smartphones gespielt hat, blickt nun, da auch dort für Text bezahlt werden muss, kurz vom Bildschirm auf und ist – je nach Lager – amüsiert, erstaunt oder entrüstet über die Welt, die sie erblickt. In jedem Fall fest entschlossen, hier und jetzt und wie auch immer persönlich die Stimme zu erheben.

Jetzt lesen »